Leider leidet der Dobermann noch immer unter extremen Vorurteilen und dem Image eines gefährlichen Hundes, dem man nicht zu nahe kommen darf. Das liegt vor allem an einzelnen skurrilen Züchtern und Haltern. Dabei ist diese Hunderasse eigentlich das komplette Gegenteil von aggressiv! Der Doberman gehört nämlich zu den eher sensiblen Hunderassen und kann sogar richtig verschmust und anhänglich sein. Das spiegelt sich auch in seiner Erziehung deutlich wieder. Denn auch wenn der Dobermann eine sehr konsequente Erziehung bereits als Welpe benötigt, muss diese liebevoll umgesetzt werden. Denn unter Härte leiden viele Tiere extrem. Also nichts mit gefährlich und blutrünstig!

Der klassische Charakter

In der Regel ist der Doberman ein sehr gehorsamer, folgsamer und mutiger Hund, der auch einen sehr temperamentvollen Kern besitzt. Gerade durch seine Statur, die langen Beine und den schmalen Körperbau wirkt er sehr elegant. Durch seine gewisse Schärfe und seinen mutigen Charakter ist er eher kein Hund für Anfänger, sondern sollte von erfahrenen Hundebesitzern gehalten werden.

Der Doberman verfügt über sehr viel Energie, die er unbedingt loswerden muss, indem er sich auspowert. Daher sind lange Fahrradausflüge mit ihm ideal. Auch zum Joggen ist er der ideale Begleiter, so dass sich Herrchen und Hund gemeinsam sportlich betätigen können. Dabei sollte von Anfang an viel Wert auf die Sozialisierung des Hundes gelegt werden.

Das Interessante am Charakter des Dobermanns: Er verfügt über einen gewissen Sinn für richtig oder falsch. Daher greift er auch häufig in Situationen ein. Auch wenn der Dobermann ein Hund ist, der sich gerne eine einzelne Bezugsperson aussucht und dieser dann treu ergeben ist, ist er auch ein guter Familienhund. Er kommt sehr gut mit Kindern aus, wobei diese vielleicht nicht ganz mit seinem Temperament standhalten können.

Hinweis: In Deutschland gehört der Dobermann in manchen Bundesländern zu den Listenhunden. Das bedeutet für potentielle Halter, dass sie gewisse Auflagen erfüllen müssen, um ihn halten zu dürfen. Zudem muss der Dobermann einen Wesenstest absolvieren, um ohne Maulkorb und Leine geführt werden zu können.